Probenvorbereitung, Präparation
Erd- bzw. Sedimentproben werden mittels Flotation und einem Standard-Siebsatz mit Maschenweiten von 2, 1, 0,5 und 0,25 mm aufgeschlossen, da dies die schonendste Methode für die botanischen Makroreste ist; gleichzeitig werden alle anderen Resttypen freigelegt.
Siebe mit Maschenweiten von z.B. 125, 71 und 40 µm stehen für weitere Untersuchungen zur Verfügung.
Vor dem Probenaufschluss wird eine kleine Probe (25 bis 50 ml) für etwaige nachfolgende (bio)chemische Analysen genommen.
Für morphologische Studien werden die Artefakte aus dem Sediment extrahiert; es bedarf normalerweise keiner weiteren Präparationsschritte.
Für anatomische und histologische Untersuchungen von subfossilen Proben werden (Schnitt-)Präparate auf Objektträgern angefertigt. Fossile Proben wie z.B. Holzkohlen werden durch Brechen präpariert.
Eine Vorbereitung der Proben, die Spezialausstattung wie Laminar Air Flow Systeme, Mikrotome, Trenn-, Schleif-, Poliermaschinen, Gerätschaften für Element- und Molekülanalytik u.Ä. oder laborpflichtige Chemikalien erfordert, wird an eine geeignete Einrichtung vermittelt und dort durchgeführt.